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Was leisten Softwarelösungen für die moderne Planung?

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22.02.2016

Was leisten Softwarelösungen für die moderne Planung?

90 Prozent aller Unternehmen sind mit ihren Planungsprozessen nicht wirklich zufrieden. Zu diesem dramatischen Ergebnis war kürzlich die BARC-Anwenderbefragung „Effizienter planen mit Advanced Planning - Status Quo und Nutzen fortgeschrittener Planungsansätze“ gekommen. 250 Unternehmen verschiedener Branchen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten sich an der Umfrage beteiligt. Diese ergab auch, dass mit einer Gesamtprozessdauer von rund drei Monaten viele Organisationen heute relativ lange für ihre Jahresplanung/Budgetierung benötigen, wobei die Datenbereitstellung, also die Vorgabe von Ist-Daten, die Eingabe von Plan-Daten und das Einsammeln von Plan-Daten aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen, die meiste Zeit beansprucht und zugleich das größte Einsparpotenzial birgt. Weitere Probleme, die mit hoher Regelmäßigkeit auftreten, sind:

  • Planung ist zu wenig strategisch (unzureichende Berücksichtigung strategischer Aspekte/keine Integration zwischen strategischem und operativem Plan).
  • Planung dauert zu lange (Planung ist bereits veraltet wenn sie verabschiedet wird, zu langwierige Abstimmungsprozesse, Planung braucht zu viele Ressourcen).
  • Mangelhafte Steuerung des Planungsprozesses (bspw. über Workflow-Funktionen, Status Monitoring, Abstimmungsfunktionen/Kollaboration).
  • Planung ist zu wenig integriert (z.B. Integration von Teilplänen oder mit Berichtswesen/Analyse).
  • Planung ist zu unflexibel und wenig agil, um auf sich ändernde Rahmenbedingungen zu reagieren (etwa bei Anpassungen des Planungsmodells).
  • Planung ist zu wenig fokussiert (bspw. auf tatsächliche interne/externe Werttreiber).

Immer mehr Organisationen wollen daher ihre Planungsprozesse effektiver gestalten und setzen dabei auch auf eine Reihe alternativer Planungsansätze, die sich unter dem Begriff „Advanced Planning“ zusammenfassen lassen. Trotz der wachsenden Vielfalt der Planungsansätze bleibt aber noch viel Raum für Verbesserungen. So verfügt bislang nicht einmal jedes fünfte Unternehmen über ein vollständig integriertes Planungsmodell. Dies überrascht, denn Anwender sehen hier den höchsten Nutzen und größten „Hebel“ zur Optimierung der Planung (über 50 Prozent). Die integrierte Unternehmensplanung ist auch deshalb eigentlich die Voraussetzung, da sie eine wesentliche Basis beziehungsweise das Rückgrat weiterer Planungsansätze wie etwa der Treiberbasierten Planung oder der Simulation von Ergebnisveränderungen ist.

Planungssoftware und Excel

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die wesentlichen, heute existierenden Probleme in erster Linie nicht von den unterstützenden Softwarelösungen herrühren. Spezielle Planungslösungen sind jedoch nachweislich in der Lage, viele der genannten Probleme durch professionelle Planungsfunktionen zu lindern. Erschwert wird die Umsetzung von Advanced-Planning-Ansätzen hingegen durch die immer noch weit verbreitete Nutzung von Microsoft Excel. 90 Prozent der Unternehmen setzen es nach eigenen Aussagen für die Planung ein. Die seit langem bekannten Risiken dieses Ansatzes, wie insbesondere die fehlende Datenbankanbindung und fehlende Planungsfunktionalität sowie die mangelhafte Unterstützung des gesamte Planungsprozess, sind damit ein weiteres Problem auf dem Weg zur integrierten Unternehmensplanung.

BARC-Tagung und Blog-Serie zu Planungssoftware und Business Intelligence

Eine gute Gelegenheit, sich ausführlich mit modernen Werkzeugen für Business Intelligence sowie marktgängigen Planungswerkzeugen zu beschäftigen, bietet die BARC-Tagung „BI- & Planungssysteme im direkten Vergleich“ am 10. und 11. Mai in Würzburg. Zielgruppe sind neben dem Controlling auch andere Fachbereiche und die IT.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier!

Um Ihnen schon jetzt einen ersten Eindruck von den dort ausführlich erläuterten Produkten für die integrierte Planung und Business Intelligence zu geben, etabliert BARC mit diesem Beitrag eine kleine Blog-Serie, in der unsere Analysten in den kommenden Wochen die ausstellenden Hersteller und ihre Angebote vorstellen.

Bisher erschienen:

Wiebke Lörcher

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