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Data Governance – Ist wirklich niemand verantwortlich?

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30.06.2015

Data Governance – Ist wirklich niemand verantwortlich?

Trotz allen organisatorischen Regelungen sind in vielen Unternehmungen die Rollen des „Data Owner“ oder des „Data Governance Programm Leiters“ nicht definiert. Dementsprechend sind damit verbundene Aufgaben nicht gelöst. Aus rechtlicher Sicht ist diese Handlungsweise fahrlässig. Der Gesetzgeber hat hier eine klare Vorstellung von zu lösenden Aufgaben und sieht die Verantwortlichkeit ganz klar beim Gesetzgeber. Nur drei Beispiele dazu:

  • Gemäss den Datenschutzgesetzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz kann jede/r Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten verlangen. Vorgesehen ist auch die Richtigstellung, respektive die Löschung von Daten auf Verlangen. Trotzdem existieren diese Prozesse häufig nicht.
  • Geschäftsrelevante Daten unterliegen der Aufbewahrungsfrist. Diese sind je nach Art der Daten und je Land unterschiedlich lange. Existiert in den Unternehmungen tatsächlich ein Katalog der die Aufbewahrung regelt? Ab wann beginnt die Frist zu laufen? Sind analytische Systeme wirklich nicht davon betroffen, weil sie nur eine vermeintliche Kopie von operativen Systemen sind?
  • Der Gesetzgeber verlangt, dass Personendaten entsprechend geschützt werden und das Geschäftsgeheimnis gewahrt wird. Hier muss ein Data Owner entscheiden können, ob die Daten nur zweckbestimmt von einem definierten Personenkreis bearbeitet werden können.

Diese und weitere Aspekte werden am Data Governance Day 2015 diskutiert und entsprechende Technologien vorgestellt. Weitere Informationen und Anmeldung zur BARC-Tagung vom 03.9.2015 unter http://barc.de/datagovernance.

 

Herbert Stauffer

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