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BARC Congress 2015 - Digitalisierung und Business Intelligence

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10.11.2015

BARC Congress 2015 - Digitalisierung und Business Intelligence

Die Digitale Transformation der Unternehmen und unserer Lebenswelt ist in vollem Gang :"Alles, was sich digitalisieren und in Datensätze verwandeln lässt, wird künftig auch digitalisiert werden", beschrieb jetzt BARC-Geschäftsführer Dr. Carsten Bange auf dem BARC Congress für Business Intelligence und Datenmanagement in Würzburg die Zukunft. Im Mittelpunkt dieser Entwicklung stehe die Frage, wie sich die durch immer mehr Geräte, Anwendungen und Nutzer entstehenden Daten durch Analytics nutzen lassen, um Prozesse zu verbessern und neue, datengetriebene Geschäftsmodelle zu schaffen. Schon heute heute zähle man beispielsweise über zwei Milliarden mobile Nutzer, bis 2020 würden über 30 Milliarden "Dinge" vernetzt sein. Selbstfahrende Autos (Google) oder "Smart farming" in einer vermeintlich traditionellen Branchen wie der Landwirtschaft zeigten, dass immer mehr Software und Services die Steuerung in Echtzeit von Hardware übernehmen, was durch den Preisverfall bei Sensoren weiter gefördert würde.

Daten und Architektur benötigen ein Re-Mastering

Mit der fortschreitenden Vernetzung von Geräten und Menschen und der Zunahme polystrukturierter Daten müssen Unternehmen ihre Datenstrategie neu ausrichten: "Sie brauchen eine digitale Basis für Ihr Geschäftsmodell!", erinnerte Dr.Bange die über 200 Teilnehmer in seiner Eröffnungsrede auf dem BARC Congress. Es reiche dabei nicht, einfach immer mehr Daten zu digitalisieren, sondern man müsse die Daten analog zur Musikproduktion "re-mastern". Themen sind hierbei Datenfehler, Datenrelevanz, Integrationsprobleme (Schnittstellen), die Erweiterung der Datenbasis, die Neukombination der Datenbasis, Benutzeroberflächen oder ein Umbau der bisherigen Organisation für das Datenmanagement - und die Suche nach dategetriebenen Prozessen und neuen Geschäftsmodellen.

Klassische BI plus Explorative BI und Operational BI

Für die klassische BI ergeben sich durch die Digitalisierung neue Anwendungsfelder und Aufgaben, die bislang häufig nicht im Fokus der BI-Organisation standen. Es ist dies zum eine "explorative BI", die unter der Fragestellung "Was wird passieren?" einen experimentellen Ansatz bei der Datenanalyse verfolgt und beispielsweise andere organisatorische Ansätze erfordert (siehe hierzu die Ausgabe des "BI Manager" zum Thema "Wege zur Big Data Organisation").

Zum anderen schreitet infolge der Digitalisierung auch die Operationalisierung der BI voran und verknüpft diese immer enger mit den Geschäftsprozessen. Fragestellungen sind hier "Was passiert gerade?", "Was davon ist interessant?" oder "Was sollen wir tun?". Diese Fragen sind während der Prozessabläufe in Echtzeit zu beantworten, was dazu führt, dass Unternehmen künftig immer mehr die Modelle entwickeln werden, auf deren Basis die am Prozess beteiligten Systeme/Maschinen dann autonom und unmittelbar auf Ereignisse reagieren (siehe auch die Diskussion auf der letzten BARC-Tagung zu Predictive Analytics).

Daten führen zu neuen Use cases

Vor der Diskussion über Tools und erweiterte Architekturen, Aufgaben und Veränderungen in der Organisation durch die Digitalisierung, steht indes die Identifikation neuer Use cases. Hier liegen mittlerweile viele Anwenderbeispiele vor, die BARC zum Beispiel in der aktuellen Studie zu Big Data Use Cases gesammelt hat. Dr. Bange verwies in diesem Zusammenhang auf eine entwickelte BARC-Methodik, die sich in Kundenprojekten als hilfreich erwiesen hat, um neue Anwendungsfälle in der Datenanalyse schneller und gezielter identifizieren zu können.

Der Ansatz, allein über Brainstorming oder das derzeit viel zitierte "Design thinking" zu neuen Anwendungsfällen für Analytics kommen zu wollen, sei nur bedingt erfolgreich. Man müsse vielmehr heute von den Daten ausgehen. Die Einbeziehung neuer Datenquellen und zusätzlicher Daten ("Bring your own data"), die Suche nach Mustern in den Daten, Machine Learning, Hechathons oder eine andere Kombination von Daten seien spannende Ansätze, um auf diesen Weg zu neuen Ideen und Anwendungen zu kommen.

 

 

 

Wiebke Lörcher

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