Business Application Research Center

Experten für Business Intelligence, Analytics, Big Data, CRM und ECM

BARC-Newsletter

Data, BI & Analytics Trends

Das sind die Top Trends für 2020

Data, BI & Analytics Trends

Das sind die Top Trends für 2020

Buzzwords wie Real Time oder Predictive Analytics, Big Data und Blockchain sind in aller Munde. Doch welche Data Trends sind nicht nur ein Hype, sondern bringen einen konkreten Mehrwert für die Arbeit mit Daten? Der Gründer und Geschäftsführer von BARC, Dr. Carsten Bange, verriet bereits im Interview, welche Tech Trends für 2020 das Analystenhaus erwartet. Zudem befragte der BARC BI Trend Monitor auch in diesem Jahr 2.865 BI-Nutzer zu ihren Trendthemen.
 

Diese 5 Ziele verfolgen Data & Analytics Trends 2020 [Artikel]

Die Trends des BARC BI Trend Monitors im Überblick [Artikel]

Self-Service BI geht nicht mehr ohne Data Governance [Analystenkommentar]

5 Wege, wie Sie Trends erkennen und nutzen [Service]


Diese 5 Ziele verfolgen Data & Analytics Trends 2020

Bei BARC beobachten unsere Analysten derzeit mehr als 50 IT-Trends, die die Zukunft von Data & Analytics beeinflussen. Wir zeigen auf, welche Buzzwords auf Ihrer Agenda stehen sollten. Dabei haben wir fünf Trendbewegungen identifiziert. 

1. Nutzer befähigen

Wir sehen, dass in der Zukunft von BI (Business Intelligence) die Nutzer weiter in den Mittelpunkt rücken. Unternehmen müssen heute flexibler und schneller auf Veränderungen reagieren. Deshalb werden BI-Nutzern mehr Möglichkeiten sowie Verantwortung übertragen.

Self-Service BI ist inzwischen in vielen Unternehmen angekommen. Die Herausforderung in den nächsten Jahren wird sein, die gewachsene Software-Landschaft zu ordnen. Power Usern und BI-Anwendern sollten Richtlinien im Zuge einer Data Governance an die Hand gegeben werden. 

2. Data Management & Analytics erweitern

Aufgrund der steigenden Datenvolumina und neuen Anforderungen in Unternehmen bleibt die Erweiterung von Datenmanagement und Analytics auch künftig relevant. Wir sehen, dass Unternehmen vielfältiger mit Daten arbeiten werden. Sie beziehen beispielsweise neue Quellen und Arten von Daten in ihre Arbeit ein. Neue Technologie und Speicher-Konzepte wie beispielsweise im Rahmen des Big Data Management geben dabei Hilfestellung.

Außerdem sehen wir einen steigenden Bedarf nach Advanced Analytics, AI und Deep Learning, da klassische Berichte und Analysen die Anforderungen von Unternehmen nicht mehr vollends erfüllen. Explorative BI und Data Discovery eröffnen Fachanwendern die Möglichkeiten, Muster und Zusammenhänge in Daten zu entdecken.

3. Datenarchitektur modernisieren

Die Heterogenität von Daten, Systemen und Anwendungen steigt. Das hat zur Folge, dass bestehende Architekturen erweitert und modernisiert werden müssen. 

In den nächsten Jahren stehen Unternehmen vor der Herausforderung, die veränderte Anforderungslage architektonisch abzubilden. Dafür können Unternehmen Trends und Innovationen nutzen. Ziel ist es, die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.

4. Daten & Analytics organisieren

Die Organisation von Daten und Analytics fordert Unternehmen schon lange heraus. Die gestiegenen Anforderungen an Agilität und Flexibilität entfachen auch künftig Diskussionen rund um die BI-Organisation. 

Wertschöpfende Innovationen aus Daten können meist nur realisiert werden, wenn (Stamm-)Daten in einer zufriedenstellenden Qualität vorhanden sind. Methoden und Konzepte des Stammdaten- und Datenqualitätsmanagements unterstützen Unternehmen bei der Organisation und Pflege von Daten.

5. Daten in Prozessen nutzen 

Die vier ersten Ziele führen allesamt zum fünften und letzten Ziel. Unternehmen müssen in Zukunft Daten besser in Prozessen nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Die Integration von BI in Prozessen kann sogar bis hin zu deren Automatisierung inklusive Entscheidungsfindung führen. Fortgeschrittene Modelle können Mitarbeitern somit gewisse, im Vorfeld klar definierte, Entscheidungen abnehmen.

Sie möchten mehr über die Trends 2020 erfahren? In der Research Note “Data, BI & Analytics: Diese Trends transformieren den Markt in 2020” beurteilen BARC-Experten über 50 Marktentwicklungen. 

Unsere Trends Research Note kostenfrei downloaden


Die Trends des BARC BI Trend Monitors im Überblick

Der BARC BI Trend Monitor 2020 ist die größte weltweite Trendbefragung zu Business Intelligence und Data Analytics. Das sagen 2.865 BI-Anwender, Anbieter und Berater über ihre Top Trends. Zur dazugehörigen Infografik geht es hier. 
 

Bedeutung von Business Intelligence Trends von "überhaupt nicht wichtig" (0) bis hin zu "sehr wichtig" (10), n=2865

Platz 1: Stammdaten- und Datenqualitätsmanagement

Im Hinblick auf das neue Jahrzehnt bleiben auch 2020 die beiden Trends Stammdaten- und Datenqualitätsmanagement an erster Stelle. Die Bedeutung dieser Themen lässt sich ganz einfach erklären: Nur auf der Grundlage korrekter Daten können Menschen die richtigen Entscheidungen treffen. 

Entscheidungsprozesse und operative Maßnahmen sind auf zuverlässige Daten angewiesen. Mit Big Data stehen Unternehmen vor der Herausforderung, große und vor allem heterogene Datenmengen zu speichern und zu verwalten. 

Platz 2: Data Discovery

Der Trend Data Discovery ist wie im BARC BI Trend Monitor 2019 an zweiter Stelle. Data Discovery ist ein Prozess, bei dem Fachanwender selbst Muster und Ausreißer in Daten entdecken
Benutzerführung und Automatisierung dieser Werkzeuge stehen für die meisten Anbieter ganz oben auf der Agenda. 

Platz 3: Data-driven culture

Die Entwicklung hin zu einer datengetriebenen Unternehmenskultur kann seine erstmalige Platzierung aus dem letzten Jahr noch verbessern. Für die Befragten der Studie wird dieses Thema noch wichtiger. Im BI Trend Monitor 2020 landet data-driven culture auf Platz drei. 

Platz 4: Data Governance

Data Governance bleibt 2020 auf dem vierten Platz. Es ist als Steuerungsmechanismus für die Datenstrategie erforderlich. Eine Governance enthält Richtlinien und Rahmenbedingungen, mit denen Daten, Aufgaben und Geschäftsprozesse verwaltet und überwacht werden. 

Platz 5: Self-Service BI

Seit zehn Jahren ist Self-Service-BI ein Hypethema. Auch in den Data, BI & Analytics Trends 2020 steht es weiterhin auf der Agenda vieler Unternehmen. Self-Service BI hat nach unseren Umfrageergebnissen nach wie vor eine hohe Priorität und Nachfrage. 

Unternehmen konzentrieren sich heute nicht mehr nur darauf, ihre Mitarbeiter mit entsprechenden Funktionen auszurüsten. Sie müssen die Balance halten, Daten und ihren Zugriff zum einen zu demokratisieren und zeitgleich eine qualitativ hochwertige Datenbasis sicherzustellen. 

Künstliche Intelligenz noch nicht auf der Agenda von BI-Entscheidern

Advanced Analytics, Machine Learning und AI sind in aller Munde. Trotzdem stufen BI-Anwender diesen Trend niedriger als im Vorjahr ein. Wichtiger als der Unterschied eines Ranges ist jedoch die Tendenz hinter diesem leichten Abwärtstrend. Entscheider sind gerade dabei, den Hype von der Realität zu trennen und die nützlichsten Einsatzbereiche zu identifizieren. Aufgrund der medialen Aufmerksamkeit, die dieses Thema in den letzten Jahren genossen hat, wäre zu erwarten gewesen, dass Künstliche Intelligenz bei BI-Anwendern hoch im Kurs steht. Diese Entwicklung blieb jedoch aus. 

Fazit der BARC-Analysten

Kann das Hypethema Künstliche Intelligenz im Unternehmen tatsächlich Nutzen erzeugen? Entscheider sind gerade dabei, den Hype von der Realität zu trennen und die nützlichsten Einsatzbereiche zu identifizieren. 

Darüber hinaus zeigt sich, dass sich Unternehmen der Relevanz hochwertiger Daten und ihrer effektiven Nutzung bewusst sind. Unternehmen wollen über die Erfassung so vieler Daten wie möglich hinausgehen und Daten aktiv nutzen, um ihre Geschäftsentscheidungen zu verbessern. 

Der BARC BI Trend Monitor bietet eine detaillierte Auswertung und Gewichtung der einzelnen Analytics Trends nach Region und Branche.

BI Trend Monitor kostenfrei downloaden


Self-Service BI geht nicht mehr ohne Data Governance

Ein Analystenkommentar von Dr. Carsten Bange & Julia Förth

Self-Service BI war lange die Antwort auf angeforderte Geschwindigkeit und Flexibilität in Unternehmen. Doch auch in den nächsten Jahren bleibt das Thema für Unternehmen herausfordernd. Sie müssen versuchen, weiter wachsende Anforderungen nach Flexibilität und Agilität zu erfüllen, aber gleichzeitig die Anwendungs- und Werkzeug-Landschaften zu ordnen. Wie sieht die Zukunft von Self-Service BI 2020 aus?

Unternehmen haben die letzten Jahre ihre Erfahrungen mit Self-Service BI gesammelt. Heute sind neue Herausforderungen durch den „ungeschützten“ Einsatz von SSBI deutlich erkennbar. 

Self-Service BI muss sich verändern

Die Anforderung von Fachanwendern, Adhoc-Auswertungen selbst anfertigen zu können, war ein guter Treiber für den Einsatz von Self-Service BI Tools. Aber viele Unternehmen haben nicht die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen, wodurch Anwendern zu viel Freiraum gegeben wurde. Die Flexibilität ist in vielen Unternehmen zu weit gegangen. 

Das zeigt sich vor allem in der Konsistenz von Reports und Dashboards. Dadurch, dass jeder Fachanwender seine Berichte und dessen Inhalte selbst definieren und berechnen kann, arbeiten verschiedene Mitarbeiter und Abteilungen mit verschiedenen Kennzahlen

Nun liegen Entscheidern oft Berichte vor, die scheinbar dasselbe beinhalten, aber verschiedene Berechnungen vorweisen. Da jeder Fachanwender seine Kennzahlen selbst definiert, lassen sich Berichte oft nicht vergleichen. Unternehmen müssen sich oft fragen: Welche Kennzahlen sind richtig? Woher kommen sie und welche sind aktuell? 

Viele Self Service BI Tools haben eine eigene Datenhaltung an Board. Das erschwert die Nutzung und Bereitstellung gemeinsamer Kennzahlen. Somit können Kennzahlen nur bedingt für unternehmensübergreifende Zwecke genutzt werden. 

Nach Jahren gelebter Praxis stellen sich Unternehmen nun die Frage, wie effizient Self-Service BI wirklich ist. Steigert es wirklich die Produktivität, wenn sich viele Fachanwender mit Business Intelligence befassen? Muss der gelegentliche Fachanwender alles tun (können)? Wollen Fachanwender vielleicht nicht alles selbst machen? 

Wir sehen: Self-Service BI in 2020 braucht einen neuen Anstrich. 

Kein Self-Service BI ohne Data Governance 

Viele Unternehmen versuchen nun, Rahmenbedingungen und Regelwerke zu schaffen. Ist Data Governance die Lösung für Self-Service-Probleme? 

Es ist eine Gratwanderung, an der sich Unternehmen künftig versuchen sollten. Zwischen Flexibilität und Freiheit, die Self-Service Business Intelligence mit sich bringt und der Kontrolle, die durch unternehmensweite Standards realisiert wird, gilt es die passende Balance zu finden. 

Mit einer Governance möchten Unternehmen mehr Kontrolle darüber bekommen, wie Fachanwender mit Kennzahlen und BI-Inhalten umgehen können und dürfen. Dafür bedarf es gewisser Regelungen und Standards, die den Umgang mit Daten und Werkzeugen zentral definieren. 

In diesem Zuge muss auch die Datenarchitektur überdacht werden. Dabei könnte sich ein Mix aus zentraler Datenbereitstellung und dezentraler Speicher für Fachbereiche eignen. Zusätzlich bieten sich neue Technologien und Konzepte des Datenmanagements an. 

Ein Data Catalog stellt zum einen weiterführende Informationen zu Datenquellen bereit, die Fachanwender flexibel und selbstständig nutzen können. Zum anderen ist der Datenkatalog ein Governance-Instrument, in dem Unternehmen Standards und Rahmenwerke steuern können. 

Tool-Standardisierung als Lösung? 

Durch den Self-Service-Ansatz haben sich teilweise mehrere BI-Tools in einem Unternehmen etabliert. In 2020 werden wir beobachten, wie Unternehmen vermehrt ihre Werkzeuge standardisieren und die Anzahl ihrer Tools reduzieren. 

Der Grund dafür war oft, dass vor Jahren jede Software noch eine eigene Nische bediente. Heute ist die Funktionsbreite der Software und deren Überlappungen jedoch so groß, dass Unternehmen auch mit einer geringeren Anzahl an Werkzeugen ihre Anforderungen bedienen können. 

Eine Tool-Standardisierung bringt weitere Vorteile mit sich: Schulungs- und Trainingsbedarf kann im Unternehmen skaliert werden. Anwender verschiedener Fachbereiche nutzen zudem vermehrt dasselbe Tool, wodurch Lizenzkosten gespart werden können. 

Fazit der BARC-Analysten

Unternehmen wird es zunehmend schwer fallen, eine richtige Balance zwischen Flexibilität und Kontrolle zu finden. Ein Data Governance Framework ist nötig, sollte Fachanwender jedoch nicht zu sehr in ihrer Freiheit einschränken. Denn: Flexibilität bleibt wichtig und ist in Unternehmen weiterhin gefragt
Es gilt: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. 

Zur Infografik des BARC BI Trend Monitor

Welche Trends sehen BARC-Analysten 2020 ganz vorne? Finden Sie heraus, wie Fachexperten die IT-Trends einschätzen. 

Unsere Trends Research Note kostenfrei downloaden


5 Wege, wie Sie Trends erkennen und nutzen

Wir haben Ihnen die Trends vorgestellt, die Unternehmen in allen Branchen umtreiben. Benötigen Sie tiefergehende Hilfe dabei, die für Sie wichtigen Trends zu erkennen und zu nutzen? 

BARC gibt Ihnen fünf Tipps: