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Wie Sie mit Performance Management dynamische Zeiten beherrschen

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18.01.2021

Wie Sie mit Performance Management dynamische Zeiten beherrschen

Performance Management: Definition

Performance Management – auch bekannt als Corporate / Enterprise / Business Performance Management – beschreibt die Planung, Steuerung, Kontrolle und Verbesserung der Unternehmensleistung sowie Profitabilität auf strategischer, taktischer und operativer Ebene.

Es nutzt dafür Methoden, Kennzahlen, Werkzeuge sowie Prozesse zur Unterstützung der Unternehmenssteuerung und Leistungsoptimierung mit Fokus auf Themen wie Planung, Berichtswesen, Analyse, Konsolidierung oder Strategiemanagement.

Warum Performance Management so wichtig ist

Performance Management (PM) spielt bei der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen eine entscheidende Rolle und ist daher eine der zentralen Führungsaufgaben in Organisationen.

Ziel des Performance Managements ist es, die Strategie und Ziele des Unternehmens mit den Geschäftsprozessen in Einklang zu bringen. So kann auf strategischer, taktischer und operativer Ebene ein Höchstmaß an Leistung erreicht werden.

Sowohl das Ergebnis, als auch der Prozess der Leistungserstellung sind für den Unternehmenserfolg entscheidend. Performance Management bezieht sich daher auf Methoden, Werkzeuge sowie Prozesse zur Planung, Steuerung, Kontrolle und Verbesserung der Leistungsfähigkeit sowie Profitabilität von Organisationen.

Prozesse und Standards im Rahmen des Performance Managements

Performance Management umfasst Prozesse, die Unternehmen bei der Steuerung und Kontrolle ihrer Leistung unterstützen. Diese Managementprozesse haben zum Ziel, die Effektivität und Effizienz zu verbessern:


Insbesondere die steigende Dynamik und zunehmende Komplexität von Märkten und Wettbewerb lässt viele Unternehmen umdenken und erkennen, wie wichtig transparente Geschäftsprozesse für eine fundierte Unternehmenssteuerung sind. 

Diese Transparenz umfasst nicht nur den Blick zurück in die Vergangenheit (Was ist passiert?), sondern vor allem auch die Planung der Zukunft (Was wird passieren?).

Das BARC Decision Support Framework

Wesentliche Aufgaben im Rahmen des „Managements“ von Organisationen sind die Planung, Steuerung und Kontrolle der Unternehmensleistung.

Performance Management Decision Support Framework
Abbildung 1: Das BARC Decision Support Framework

Abbildung 1 zeigt, wie die Managementaufgaben Planung, Steuerung und Kontrolle (typischerweise auf taktischer Ebene) miteinander in Beziehung stehen. Zudem wird deren Verbindung zur Prozessausführung (operative Ebene) und dem Strategiemanagement (strategische Ebene) deutlich.

Entscheidungen sollten mit der Unternehmensvision und -strategie im Einklang stehen. Die Messung der Zielerreichung sowie Planung, Steuerung und Kontrolle sollten auf Basis eines integrierten Kennzahlensystems aus Performance-Indikatoren erfolgen. Diese sollten mit den strategischen Unternehmenszielen und den Zielen von Entscheidungsträgern im Einklang sein.

Die Definition dieses Kennzahlensystems und dessen Ausrichtung an den Unternehmenszielen ist eine der Kernaufgaben des Strategiemanagements, um Orientierung und Inhalt für das Decision Support Framework zu liefern.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die systematische Verknüpfung und Koordination der genannten Performance-Management-Prozesse und -aufgaben. Technologie und Werkzeuge müssen Organisationen auf allen Ebenen dabei unterstützen, Standardisierung und Flexibilität gewinnbringend zu verbinden.

Insbesondere die Integration der verschiedenen Performance-Management-Prozesse in einheitlichen Softwareplattformen ist dabei ein entscheidender Faktor. Best-in-Class-Unternehmen sind sich dieser Verbindung besonders bewusst. Sie entscheiden sich regelmäßig für professionelle, integrierte Softwareplattformen.

Bei der Softwareauswahl sollten Unternehmen der Integration erhöhte Aufmerksamkeit zukommen lassen, um den vorgestellten Management-Zyklus bestmöglich zu unterstützen.

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Diese Funktionen bringen Performance-Management-Systeme mit

Wenn es darum geht, Performance-Management-Initiativen zu starten oder zu erweitern, liegt der Schwerpunkt zunächst fast immer auf der erforderlichen Softwareunterstützung. Performance Management unterscheidet sich grundsätzlich in Corporate Performance Management (CPM) und Financial Performance Management (FPM).

Das klassische CPM fokussiert sich auf die Unternehmensleistung in Gänze. Das FPM hingegen konzentriert sich stärker auf das Management und die Überwachung der Finanzergebnisse sowie die Verbesserung der Finanzprozesse.

CPM umfasst daher vor allem Themen wie Reporting, Analyse, Dashboarding aber auch Planung und Advanced Analytics. FPM hat einen stärkeren Fokus auf finanzorientierten Themen wie Finanzplanung und Konsolidierung.

Der Softwaremarkt für Performance Management

Der Softwaremarkt für Performance-Management-Produkte in der DACH-Region ist wettbewerbsintensiv. Der Markt lässt sich nach verschiedenen Kriterien segmentieren:


Abbildung 2: Marktsegmentierung der Performance-Management-Software

Regionale Präsenz

Der Softwaremarkt für Performance-Management-Werkzeuge in der DACH-Region ist ein überwiegend regionaler Markt. Einige wenige internationale Software-Generalisten bieten ihr Portfolio weltweit an.

Daneben gibt es viele lokale Spezialisten, die die großen Anbieter herausfordern. Gerade lokale Anbieter haben häufig ein sehr gutes Gespür für regionale Besonderheiten und Herausforderungen.

Modellausrichtung und Standardisierungsgrad

Performance-Management-Werkzeuge können in ihrer Modellausrichtung auf bestimmte Anwendungen oder Branchen ausgerichtet sein. Eine für den deutschsprachigen Raum typische Ausprägung ist bspw. ein großes Angebot an integrierten Finanzplanungswerkzeugen, die Bilanz-, GuV- und Liquiditätsplanung vordefiniert in einem integrierten Modell unterstützen.

Werkzeuge zum Aufbau von Performance-Management-Anwendungen werden von flexiblen Entwicklungsplattformen bis hin zu standardisierten Anwendungen angeboten, z. B. für finanzorientierte Themen (bspw. Finanzplanung, Konsolidierung).

Einen geringen Standardisierungsgrad und damit eine in der Regel recht hohe Flexibilität für den Aufbau individueller Anwendungen haben entwicklungsorientierte Werkzeuge.

Einen hohen Standardisierungsgrad haben Werkzeuge, die bereits vordefinierte Logiken, Datenmodelle und Anwendungen mitbringen. Gerade im Bereich der Finanzplanung oder Konsolidierung kann ein Unternehmen so bspw. von der vorhandenen Abbildung einer Standard-GuV, ‑Bilanz und eines ‑Liquiditätsplanes mit entsprechenden Verknüpfungen profitieren.

Zwischen flexiblen Entwicklungsplattformen und standardisierten Anwendungen positionieren sich Lösungen, die eine flexible Umsetzung verschiedener Themen ermöglichen. Dabei setzen diese häufig auf vordefinierten Modellen auf, die sich an anforderungsspezifische Gegebenheiten anpassen lassen.

Funktionsumfang und unterstützte Anwendungsklassen

Ein ganzheitliches Performance Management erfordert die Integration verschiedener Themen und Prozesse. Folgendes Beispiel untermauert diese Argumentation: Ohne Berichtswesen (z. B. für Ergebnisberichte), Analysen (bspw. für Abweichungen von Plan- und Istdaten) sowie die Überwachung von Kennzahlen (Dashboarding) sind Planungen nicht sinnvoll.

Nur die Integration erlaubt die umfassende und gleichzeitig effiziente Überprüfung der Zielerreichung.

Auch Themen wie die Konsolidierung, das Strategie- oder das Risikomanagement können wichtige Anforderungen an ein ganzheitliches und integriertes Performance Management sein. Der steigende Bedarf, Entscheidungen auf Basis verlässlicher Realtime-Daten zu treffen, ist ein neuer Schwerpunkt im Performance Management. Dafür werden aktuelle Informationen zur gegenwärtigen Prozessausführung benötigt (bspw. aus Produktionsprozessen oder der Supply Chain).

Auf Basis dieser vielfältigen Anforderungen verbreitern viele Anbieter aktuell ihre Portfolios. Wo die eigene Werkzeugfunktionalität an ihre Grenzen stößt, kommen zum Teil OEM-Komponenten von Drittanbietern zum Einsatz.

Integration mit Quellsystemen

Die zentrale und solide Basis integrierter Performance-Management-Lösungen muss eine integrierte, skalierbare Datenspeicherung für Ist- als auch Planzahlen sein, repräsentiert in einem konsistenten Datenmodell.

Zentral verwaltete und harmonisierte Stamm- sowie Bewegungsdaten bieten eine einheitliche und gemeinsame Datengrundlage für Planung und Analytics sowie weitere Performance-Management-Themen („Single Point of Truth“). Auf Basis der zentralen, integrierten Datenspeicherung gilt es, ein konsistentes Datenmodell zu entwickeln. Dieses kann dann über definierte Datenintegrationsprozesse mit Daten aus (operativen) Quellsystemen befüllt werden (ETL).

Viele Anbieter bieten vordefinierte Konnektoren und Schnittstellen an, um Daten aus Quellsystemen (bspw. ERP, CRM, DWH etc.) in Performance-Management-Systeme zu überführen. Für den deutschsprachigen Raum ist hierbei die Integration von Daten aus SAP-Umgebungen besonders wichtig. Diese sind im Mittelstand, aber insbesondere auch bei Großunternehmen und Konzernen weit verbreitet.

Anzahl Anwender

Die Zielgruppen der jeweiligen Performance-Management-Lösungen weichen teilweise deutlich voneinander ab. Einige Anbieter zielen mit ihrem Angebot explizit auf kleine Anwendergruppen ab. Andere wiederum fokussieren die Unterstützung und Koordination einer großen Anzahl an Anwendern.

Gerade Lösungsangebote für kleine Anwendergruppen bieten oftmals ein hohes Maß an Vordefinition betriebswirtschaftlicher Inhalte. Dagegen geht es bei Lösungsangeboten für große Anwendergruppen darum, eine größere Anzahl an Anwendern zu unterstützen und zu koordinieren.

Mit professioneller Softwareunterstützung zu nachhaltigem Erfolg von Performance Management

Die zunehmende Dynamik und Komplexität von Märkten haben einen massiven Einfluss auf den in Abbildung 1 dargestellten Management-Kreislauf aus Planung, Steuerung und Kontrolle. Entscheidungen müssen in immer kürzeren Zeitintervallen datenbasiert getroffen werden. Der Kreislauf unterliegt dadurch einer enormen Beschleunigung und muss in erhöhter Frequenz durchlaufen werden.

Steigende Anforderungen an Geschwindigkeit, Vorausschau und Agilität sind die Folge. Vielen Unternehmen ist bewusst, dass der Einsatz professioneller Softwarelösungen ein entscheidender Faktor für den nachhaltigen Erfolg einer datengetriebenen und vorausschauenden Unternehmenssteuerung und -führung ist.

BARC Score Integrated Planning & Analytics DACHEinen ersten Marktüberblick der führenden Softwareanbieter und Bewertung deren Portfolios bieten die beiden BARC Scores Integrated Planning & Analytics und Financial Performance Management.

Für die effiziente Auswahl einer Performance-Management-Lösung empfehlen wir unsere erprobte und bewährte Vorgehensweise. 

Diese führt Sie von der Anforderungsanalyse über die Markeingrenzung bis hin zur Shortlist und der abschließenden Detailevaluierung. 

 

Welche Schritte der Softwareauswahlprozess beinhalten sollte und wo Sie auf Stolperfallen gefasst sein müssen, lesen Sie im Artikel Die 5 Phasen der Softwareauswahl.

Benötigen Sie Unterstützung? Unsere Analysten sind unabhängige Experten auf den Gebieten Business Intelligence, Analytics sowie Performance Management. Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite! Ergänzt durch unsere über 20-jährige Erfahrung bei der Durchführung von Softwareauswahlprojekten sind wir sicher, dass wir auch für Sie die passende Softwarelösung finden.

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