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The NEW Teradata – „echte“ Antworten statt „nur“ Analytics auf der Teradata Universe EMEA 2019 in Madrid

The NEW Teradata – „echte“ Antworten statt „nur“ Analytics auf der Teradata Universe EMEA 2019 in Madrid

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07.05.2019

The NEW Teradata – „echte“ Antworten statt „nur“ Analytics auf der Teradata Universe EMEA 2019 in Madrid

Seit Januar dieses Jahres führt Oliver Ratzesberger als President & CEO Teradata an. Er übernimmt die Führung in herausfordernden Zeiten. Traditionelle relationale Datenbanken sind unter Druck geraten, seitdem Open-Source-Lösungen auch das Feld der Datenengines mächtig aufmischen. Neue Ansätze wie NoSQL oder kostengünstige Storage-Lösungen, mal mit und mal ohne Zwischenschicht für den Datenzugriff lassen Anwenderunternehmen darauf hoffen, dass sie zukünftig den Umfang ihrer teuren Datenbanklizenzen zumindest deutlich reduzieren können. Und zwar möglichst auch für hochvolumige Datenmengen, bei einer guten Performance und Skalierfähigkeit. Sollten sich diese Hoffnungen erfüllen, könnte das für Platzhirsche wie Teradata eine ernst zu nehmende Bedrohung werden. Denn Teradata versorgt seit vielen Jahren gerade Unternehmen mit anspruchsvollen Datenanalyse-Anforderungen mit einer leistungsfähigen Datenbankplattform, die gleichzeitig aber als relativ hochpreisig gilt.

Wie groß ist aber die Bedrohung? Im Rahmen seiner Keynote am 8. April rückt Ratzesberger zunächst die Perspektive aus seiner Sicht gerade und zitiert eine Studie, wonach 74 Prozent der Befragten konstatieren, dass „Analytics-Technologie zu komplex“ sei. Zudem hätten 79 Prozent nicht den Zugriff auf die Daten, die sie für ihre Arbeit bräuchten. Seine Thesen: Unternehmen investieren zwar Milliarden in Technologie, Menschen und Infrastruktur, diese Investitionen lieferten aber eben „nur Analytics“ und nicht die Antworten, die man eigentlich benötigt.

Die Antwort der Teradata ist „Pervasive Data Intelligence“, womit sie ihre neue Plattform Teradata Vantage umschreiben. Die vorrangigsten Ziele dabei: Analytics-Lösungen sollen radikal „simplifiziert“ und die „operationale Exzellenz“ gesichert werden. Damit spielt Teradata auf die inzwischen häufig genannten Schwächen des Open-Source-Ökosystems für Analytics an. Die Vielfältigkeit der verfügbaren Bausteine sowie die rasche Weiterentwicklung machen die Lösungsentwicklung zu einer komplexen Aufgabe. Auch fehlende „out-of-the-box“ Enterprise-Readiness erschwert die Entwicklung von stabilen, produktionsreifen Anwendungen. Dabei soll keinesfalls auf die populären Open-Source-Frameworks verzichtet werden. Mit Vantage integriert Teradata gängige Komponenten wie R, Python und Spark in ihre Plattform. Gleichzeitig erweitert sie ihren klassischen relationalen Kern um eine ML- und eine Graph-Engine, um auch für Workloads gut aufgestellt zu sein, für die das relationale Paradigma nicht optimiert ist. Diese Engines profitieren ihrerseits von der Reife der Plattform an sich sowie von dem Wissen des Herstellers um die hoch-parallele Abwicklung von Datenabfragen.

Aber auch in Richtung Flexibilität im Bereich Deployment- und Preismodelle hat sich einiges im Teradata-Angebot getan. Vantage kann nicht nur über die klassische on-premises-Variante mit eigener Hardware betrieben werden, sondern auch in einer private oder public Cloud (AWS ist bereits verfügbar, demnächst auch in der Google Cloud). Auch Services zur Unterstützung einer Hochverfügbarkeit („disaster-recovery-as-a-service“) werden angeboten. Passend zu den unterschiedlichen Deployment-Optionen stellen sich auch die Preis-Optionen dar. Es kann nach fixer oder flexibler Kapazität lizensiert werden oder ab Herbst dieses Jahres auch in Abhängigkeit des tatsächlichen Verbrauchs.

Sowohl mit der offenen Vantage-Plattform als auch den Deployment- und Lizensierungs-Optionen hat sich Teradata deutlich weiterentwickelt gegenüber ihrer proprietären Hardware-Appliance und traditionellen, rein relationalen Datenbank-Engine der Vergangenheit. Das Versprechen für die sogenannten „megadata companies“ lautet mehr Agilität in der Schaffung von „pervasive data intelligence“ bei gleichzeitig geringeren Kosten. Das ist eine attraktive Botschaft. Es bleibt abzuwarten, wie sie sich am Markt und gegenüber reinen Open-Source-Lösungen durchsetzen wird.