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SAP HANA Vora als Query-Engine für Hadoop Spark

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23.11.2015

SAP HANA Vora als Query-Engine für Hadoop Spark

HANA Vora (von "voracious" ="gefräßig") ist laut SAP eine neue Query-Engine auf Basis von In-Memory-Technologie, die das Datenverarbeitungs-Framework Apache Spark nutzt beziehungsweise erweitert und dadurch umfassende, interaktive Analysen in Hadoop ermöglicht. Dabei würden alle gängigen Hadoop-Distributionen unterstützt.

Vora richtet sich sowohl an SAP-Kunden als auch an Firmen ohne SAP-Systeme. Ein SAP-HANA-System ist nicht erforderlich. Entwickler, die mit der HANA Cloud Platform arbeiten, können Anwendungen durch Vora die Spark/Hadoop-Technologie besser ausnutzen: SAP verspricht, dass Entwickler mittels Vora Daten, die sich auf Spark/Hadoop-Clustern befinden, einfacher ansteuern können. Zudem bietet Vora Funktionen für eine bessere Unterstützung von Analyse-, OLAP- und Drill-Down-Funktionen auf den in Spark/Hadoop gehaltenen Daten gegenüber Standard-Spark (siehe auch unseren Blog-Beitrag zu Apache Spark).

Vorteile für Nutzer von SAP Lumira

Im Kontext einer SAP-Umgebung profitieren insbesondere SAP-Lumira-Anwender durch die verbesserten Analysefunktionen, die Vora zur Verfügung stellt um die über Spark/Hadoop bereitgestellten Daten auszuwerten. Auch der Zugriff von SAP Business Suite oder S/4 HANA auf Spark/Hadoop-Daten soll durch Vora in besserer Form geschehen.

SAP HANA Vora ist eine Technologie, von der Hadoop-orientierte Anwendungsfälle profitieren könnten. Beispielsweise können Maschinen- und Sensordaten, die das Unternehmen kostengünstig auf einem Hadoop-Cluster ablegt, mittels Vora in der SAP-Umgebung zum Beispiel durch die zusätzlichen Analyse-, OLAP- und Drill-Down-Funktionen innerhalb von Lumira-Berichten und ‑Analysen besser ausgewertet werden. SAP führt als Branchen, welche die bessere interaktive Analyse großer Datenmengen im Kontext der jeweiligen Geschäftsprozesse besonders interessieren dürfte, den Finanzdienstleistungssektor, die Telekommunikation, das Gesundheitswesen und die Fertigungsindustrie auf.

Bekenntnis zu Hadoop und Apache Spark

SAP HANA Vora ist ein Statement der SAP, dass man Hadoop-Technologie und hierbei insbesondere Apache Spark ernst nimmt und in diesem Segment mitmischen möchte. Andere Anbieter wie etwa IBM, Microsoft und Teradata sind hier bereits seit längerer Zeit recht aktiv, erschaffen eigene Distributionen oder partnern mit Hadoop-Distributoren und fügen auf diese Weise Hadoop-Technologie in ihr Portfolio ein. SAP macht mit Vora einen ersten Schritt – die Technologie bringt einige Verbesserungen mit, um Hadoop-Daten besser zu nutzen (z.B. zusätzlichen Analyse-, OLAP- und Drill-Down-Funktionen).

Ein auf den ersten Blick recht „übersichtlicher“ Mehrwert. Das Potential ist allerdings gegeben und Hadoop-Entwickler sind es gewohnt, oft programmiergetrieben aus dem Hadoop-Ökosystem die sinnvollsten und verheißungsvollsten Komponenten zu kombinieren und auf ihren Mehrwert für die unternehmensspezifischen Anwendungsfälle zu testen. Auch Vora wird getestet werden, und man kann gespannt darauf sein, wie der Markt die Technologie annimmt (eine aktuelle technische Übersicht zu HANA finden Sie in der Augustausgabe unseres Research Service "BI Manager" unter dem Titel "SAP HANA Einsatzszenarien, Strategie und Positionierung").

(sa)