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8 grundlegende Dashboard-Richtlinien

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05.12.2019

8 grundlegende Dashboard-Richtlinien

Damit ein Dashboard genau die Informationen transportiert, die Sie darstellen möchten, sollten Sie auf eine übersichtliche Darstellung achten. Wir haben für Sie 8 grundlegende Richtlinien zusammengestellt, die Sie berücksichtigen sollten, um verständliche, interaktive Dashboards zu generieren.

Richtlinie 1: Strukturierte Kacheln einsetzen

Microsoft, Sony, Netflix und andere – sie alle benutzen die moderne und intuitiv bedienbare Kachelstruktur. Sie ist an verschiedene Devicegrößen einfach anpassbar – vom Desktop bis zum Smartphone.

Genauso wie Netflix eine Vorschau der Serien anbietet, ist es auch sinnvoll, einen Überblick über einen Datensatz zu haben. Kacheln können in Dashboards verschiedene Layouts aufweisen. Die einfachste Variante ist ein simpler Link zu dem Bericht – je mehr Informationen jedoch auf der Kachel stehen desto größer wird der Mehrwert.

Richtlinie 2: Angemessene Diagramme einsetzen

Bei der interaktiven Nutzung von Diagrammen für Dashboards halten sich viele an die klassischen Diagramme. Dabei wissen die meisten nicht, dass es auch Alternativen gibt, die sich besonders gut im interaktiven Rahmen anbieten.

Die Treemap z. B. bietet einen guten Überblick über das gesamte Unternehmen und kommt immer gut an. Oder wie wäre es mit dem Bullet Graphen? Er integriert die beliebte Ampellogik, ist aber durch einen aktuellen Wert und einen Referenzwert komplexer und aufschlussreicher gestaltet.

Es gibt noch weitere gute Alternativen, schauen Sie sich ruhig an was das Tool bietet.

Richtlinie 3: Für Entwicklung Leserichtung berücksichtigen

Um dem Dashboard Struktur zu verleihen und zu gewährleisten, dass der Leser die wichtigsten Informationen auch liest, sollte die Leserichtung beachtet werden (Achtung: kann sich abhängig vom Kulturkreis unterscheiden).

Auch hier gibt es verschiedene Ansätze - Gutenberg Diagramm, Z-Form/ Zick-Zack-Linie oder F-Form von Nielsen. Sie alle haben gemeinsam, dass oben links die wichtigsten Informationen stehen sollten.

Wir empfehlen, alle vier Bereiche mit einer Z-Form abzudecken. So wird der Leser durch das Dashboard geleitet.

Richtlinie 4: Microcharts für Zusatzinformationen nutzen

Wie wir mittlerweile wissen, ist es sehr vorteilhaft auf Informationsdichte zu setzen. Ein weiteres Instrument dafür sind Microcharts. Die kleinen Diagramme werden in eine Tabelle oder in eine KPI-Kachel platziert und bieten eine visuelle Unterstützung zu den gezeigten Informationen.

Die Wahl des Diagramms ist abhängig von der Botschaft, die vermittelt werden soll. Durch das Klicken in weitere Ebenen können genauere Informationen gezeigt und eine tiefere Analyse der Daten ermöglicht werden. Selbstverständlich sollten auch Microcharts einheitlich verwendet werden.

Richtlinie 5: Durch Interaktivität Information unterstützen

Die Integration von interaktiven Aktivitäten in das Dashboard bietet viele Vorteile. So hilft eine Navigationsleiste, beim Drill in tiefere Ebenen den Überblick zu behalten. Zudem dient sie auch als eine intuitive Steuerung, um beliebige Ebenen zu überspringen. Viel mehr noch hilft sie bei der Erstellung und Strukturierung des Dashboards, weil jede Seite einen Namen braucht und jeder Pfad definiert werden muss.

Wir empfehlen, die Navigation und Interaktion größtmöglich zu vereinfachen - es reichen meist drei Filter und drei Zeilen im Titelkonzept. Auch innerhalb von Diagrammen liefert Interaktion in Form von (kombiniertem) Highlighting, Mouse over oder Drill in Funktionen einen höheren Mehrwert.

Richtlinie 6: Titelkonzept für Kernaussagen nutzen

Diese Richtlinie leitet sich von Richtlinie 3 ab, der zufolge die wichtigsten Informationen oben links stehen sollten, weil wir dort beginnen zu lesen (Achtung: abhängig vom Kulturkreis). Die wichtigsten Informationen wiederum stehen im Titelkonzept.

Wir wissen also wo das Titelkonzept steht, aber was und wie viel sollte es enthalten? Wir empfehlen maximal 4 Zeilen - alles, was den Nutzer interessiert, kann so abgedeckt werden. In der ersten Zeile steht die Beschreibung, in der nächsten die Einheit und zuletzt die Zeit(-spanne). Optional kann in der vierten Zeile ein Zeitstempel stehen.

Auf diese Weise sind die Inhalte des Dashboards lesbarer und das Wichtigste ist zentral zusammengefasst.

Richtlinie 7: Kommentare und Empfehlungen einsetzen

Wenn Sie sich durch ein Dashboard klicken und die Daten analysieren, machen Sie sich Gedanken, die für andere sehr wertvoll sein können. Wäre es nicht hilfreich, diese festzuhalten damit die nächste Person darauf aufbauen kann?

Genau deshalb ist das Kommentieren eine wichtige Funktionalität und sollte aktiv genutzt werden. Kleine Erinnerung: Nutzen Sie dabei das Pyramidenprinzip - erst die zentrale Botschaft, dann die Argumente.

Es gibt freistehende Kommentare, meist am rechten Rand, und verknüpfte Kommentare, die auf einen bestimmten Wert verweisen.

Auch in Tabellen können Anmerkungen platziert werden. Statt des Highlightings können Kommentare auch farblich mit Teilen des Diagramms verbunden werden. Führen Sie den Leser und geben Sie Zusatzinformationen, vermeiden Sie dabei wahllos oder ausschweifend zu kommentieren.

Richtlinie 8: Auf ein einheitliches Storytelling setzen 

Wie gut Ihr Dashboard wird, hängt davon ab, wie durchdacht Ihr Storytelling ist. Der grundlegende Aufbau ist jedoch immer gleich: Von der Übersicht auf einer Landingpage geht es über Filter oder Drill downs in die Detailebene(n) und zuletzt in die Zoomebene(n).

Ihr Storytelling Konzept sollte auf den Aufgaben, Fragen und Erfahrungen Ihrer Nutzergruppe basieren. Anhand dieser drei Aspekte können Nutzer kategorisiert werden, denn auch die Inhalte der einzelnen Gruppen unterscheiden sich.

So braucht ein Manager zum Beispiel weniger Details und Interaktionen als ein Data Scientist, der die Bereitstellung vieler Informationen benötigt um eine tiefgreifende Analyse durchzuführen.

 

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Autor: Kai-Uwe Stahl
 

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