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5 Fragen an… BARC-Analyst Timm Grosser

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12.02.2019

5 Fragen an… BARC-Analyst Timm Grosser

Sie sind Autoren zahlreicher Anwenderstudien und Produktvergleiche, klären in Fachvorträgen über aktuelle Marktentwicklungen auf und beraten in IT-Fragen aller Art: In unserer Blogreihe „5 Fragen an…“ stellen wir Ihnen wöchentlich einen unserer BARC-Analysten vor. Timm Grosser ist Head of Consulting Analytics & Data Management Practice bei BARC.

Wie wurdest du zum BARC-Analysten?

Den ersten Kontakt mit unserem Geschäftsführer Carsten Bange hatte ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Würzburger Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik von Prof. Thome. Ich war zusammen mit einem ehemaligen Kollegen einer seiner ersten Hiwis. Damals gab es BARC noch nicht, dafür aber erste vergleichende Softwarestudien für BI. Ich erinnere mich gut daran, wie wir damals noch Tagungsunterlagen im Gang des Lehrstuhls selbst abgeheftet haben. Als BARC ausgegründet wurde, habe ich mich mehr auf mein Betriebswirtschaftsstudium fokussiert. Dabei habe ich mich vor allem mit der Entwicklung von datenbank-basierten Web-Applikationen beschäftigt. Nachdem BARC zu einem eigenständigen Unternehmen wurde, bin ich als technischer Entwickler dazu gestoßen. Seit 2007 bin ich Analyst für Datenmanagement. Seither habe ich mich kontinuierlich in den Themen BI, Advanced Analytics und Datenstrategie weiterentwickelt.

Heute bist du Head of Consulting Analytics & Data Management Practice. Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Das ist eine meiner Rollen. Ich bin als Senior Analyst im Datenmanagement in zahlreiche Kundenprojekte eingebunden. Zudem bin ich auch in der Strategieberatung für BI tätig. Doch mein eigener Schwerpunkt liegt nach wie vor auf den Datenmanagementthemen. Meiner Meinung nach spielt hier die Musik. Mein typischer Arbeitsalltag besteht aus zahlreichen Meetings und Telefonaten. Spaß beiseite: Ich begleite Datenmanagementprojekte in Endanwenderunternehmen, erstelle Research in Form von Umfragestudien oder Research Notes. Zudem nehme ich an Anbieterbriefings teil, besuche Veranstaltungen oder gestalte diese wie beispielsweise die OOP oder die TDWI aktiv mit. Daneben arbeiten wir im Team an der Unternehmensentwicklung und nehmen Managementaufgaben war.

Datenorganisation ist kein neues Thema, jedoch oft noch eine Baustelle: Was sind die größten Herausforderungen?

Die Probleme im Datenmanagement von damals sind gleich geblieben. Nur versucht man sie heute unter der Flagge von Big Data zu lösen. Der Schlüssel zum digitalisierten Unternehmen liegt in den Daten und der Fähigkeit mit diesen umzugehen: Man muss Daten finden und auch nutzen können. Die Herausforderungen sind alt: Unternehmen werfen keinen einheitlichen Blick auf die Daten, es gibt Integrationsherausforderungen, man verfügt über eine mangelnde Datenqualität. Da gibt es zahlreiche Punkte. Und vor allem scheinen Management und Fachbereiche Datenmanagement nicht genügend Bedeutung beizumessen. Dementsprechend fehlt es oftmals an Ressourcen und Know-how.

Wie können sich Unternehmen in Sachen Datenorganisation besser aufstellen?

Datenmanagement ist essentiell, denn ohne Daten läuft nichts - kein BI, keine Analytik. Wir bieten neben der eigentlichen Beratung eine Reihe von Seminaren und Expertenworkshops zu Datenmanagementthemen an, die einen schnellen und ganzheitlichen Einstieg in die Materie ermöglichen.  Neu in der Riege unserer Workshops ist der Data Governance Workshop. Derzeit arbeiten wir an einem Workshop zu Data Cataloging/Data Hubs. Dabei schauen wir nicht nur auf Technologien, sondern betrachten das Thema auch aus einer fachlichen und organisatorischen Brille und sammeln Best Practices direkt von Anwenderunternehmen.

Bei der Big Data World 2018 hast du die wichtigsten Buzzwords im Datenmanagement erklärt. Welche könnten 2019 eine große Rolle spielen?

Meiner Meinung werden vier Themenbereiche in diesem Jahr wichtig. Ein Schwerpunkt ist die Data Governance. Wir sehen auch bei den Themen Data Catalogs/Data Hubs sowie Data Lakes and extended Architectures eine große Nachfrage bei Unternehmen. Eine große Rolle spielt zukünftig auch die Data Literacy.