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Marktentwicklung in der DACH-Region: Ein Einblick in den ECM-Markt 2016 im Zeichen der Digitalen Transformation

Marktentwicklung in der DACH-Region: Ein Einblick in den ECM-Markt 2016 im Zeichen der Digitalen Transformation

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13.12.2016

Marktentwicklung in der DACH-Region: Ein Einblick in den ECM-Markt 2016 im Zeichen der Digitalen Transformation

„Der Markt ist tot” sagen viele Kritiker des ECM-Markts. Anscheinend unbemerkt von solchen Stimmen wächst dieser allerdings weiter. Ist etwa nur das unterschiedliche Verständnis der vielen Begriffe rund um ECM schuld an solchen Meinungen? Marktbeobachtungen von BARC kamen zu interessanten Erkenntnissen und belegten die Ergebnisse anhand einer kleinen Auswahl an Daten von Unternehmen der Branche.

Digitale Transformation – Unternehmen von Daten getrieben


Heutzutage hört man fast in jedem Unternehmen, dass mit einer ERP-Anwendung (wie z. B. SAP), mit Fachsystemen oder mit Maschinendaten gearbeitet wird, um die Arbeit zu erleichtern. Eine gewisse Selbstverständlichkeit hat sich etabliert, dass solche Lösungen vorhanden und genutzt werden. Nach-dem die Informationen im Unternehmen in den genutzten Systemen als Daten vorliegen, denken viele Entscheider nicht mehr daran, dass auch unstrukturierte Daten das Unternehmen enorm nach vorne bringen können – oft mehr sogar als die gut gepflegten strukturierten Daten. Die meisten Informatio-nen über Projekte, Kunden oder auch Produkte erhalten Mitarbeiter nun einmal in unstrukturierter Form via E-Mail, Office-Dateien oder auch klassisch wie früher nur auf Papier. Auch diese sollte man nicht vernachlässigen, sondern unbedingt versuchen sie in die Entscheidungen im Unternehmen einfließen zu lassen.

ECM-Unternehmen sind weiterhin erfolgreich


Das ECM-Unternehmen weiterhin erfolgreich am Markt agieren, belegen deren Wachstumszahlen in den vergangenen Jahren deutlich. Die dargestellten Werte basieren auf Selbstauskünften der Unter-nehmen und berücksichtigen bspw. keine Besonderheiten der Bilanzierung.

Abbildung 1: Umsatzentwicklung 2013 bis 2015

Offensichtlich hat jedes Unternehmen seinen richtigen Weg gefunden, um seinen Erfolg zu steigern. Bei den meisten Unternehmen steigt der Umsatz pro Jahr konstant. Es gibt nur wenige Ausreißer.

Abbildung 2: Mitarbeiterentwicklung 2013 bis 2015

Die Anzahl der Mitarbeiter konnten die Unternehmen in den letzten Jahren konstant halten oder sogar steigern. Oft wurden sogar offene Stellen mangels (qualifizierter) Bewerber noch nicht besetzt. Hierbei handelt es sich größtenteils um neu geschaffene Stellen in den Unternehmen.
Die Digitalisierung wird von ECM-Herstellern nicht gefürchtet. Im Gegenteil – Sie nutzen diesen Trend erneut als Chance Ihr Portfolio den Wünschen und Anforderungen des Markts anzupassen und entwi-ckeln die Idee ECM weiter fort. Umfassendere Ansätze zur Zusammenführung von Informationen, zur Verbindung von Daten und Dokumenten sowie zur Prozessunterstützung zeigen dies. 
Informationen müssen ganzheitlich beherrscht werden – Investitionen nur in die Datenwelt führen nicht zum Ziel, da Dokumente mit betrachtet werden müssen.

Warum hört man dann so wenig von ECM?


Offensichtlich gibt es sowohl einen klaren Bedarf für ECM-Lösung als auch erfolgreiche Projekte. Die Werkzeuge sind leistungsstark, flexibel und durch gute fachliche Modelle unterstützt. Dennoch wird deutlich weniger über ECM gesprochen als über andere Softwaresegmente. Woran liegt das?

  1. Oft wird ECM mit Teilbestandteilen verwechselt – bspw. reine Digitalisierung von Papier. Der umfassende Ansatz ist noch längst nicht jedem Anwender oder Entscheider bewusst.
  2. Der Ärger mit Dokumenten, das umständliche Suchen, Verwalten, Kopieren etc. ist für viele Unternehmen etwas Naturgegebenes – man kann sich gar nicht vorstellen, dass es auch anders und deutlich einfacher geht.
  3. ECM ist wesentlicher Teil der Informationsinfrastruktur. Wenn es gut gemacht ist, sieht man es nicht. Das ist natürlich schwer zu vermitteln.
  4. ECM hat im Gegensatz zu bspw. Business Intelligence und Customer Relationship Management keine „natürliche“ Anwendergruppe (bspw. Controller, Vertriebler). Der Platz im Organigramm muss erst noch gefunden werden.
  5. Viele Trendthemen wurden oft durch andere Softwaresegmente besetzt – ECM bemüht sich noch, den eigenen Mehrwert in den entsprechenden Initiativen zu verdeutlichen.
  6.  Der ewige Wettbewerb der Schlagworte hilft dem Markt nicht weiter – Dokumentenmanagement, Enterprise Content Management, Enterprise Information Management, …? Das verunsichert viele Entscheider.

Es gibt also viel zu besprechen – und es lohnt sich. Es liegt nun an allen Marktteilnehmern, das     Thema ECM (weiter) zu entwickeln und die Kunden durch gute Arbeit zu überzeugen.
 

Ist ECM wirklich tot?


Diese Frage lässt sich mit einem klaren NEIN beantworten. Es gibt (wie immer in der Branche) einen Kampf um die Begriffe, die Funktionen und Konzepte sind aber unbestritten. Vor allem sehen die Kunden den Mehrwert – und fragen entsprechend die Lösungen nach: Neuprojekte und Ergänzungen der bestehenden Investitionen sprechen eine deutliche Sprache. Durch die Initiativen im Rahmen der Digitalen Transformation nehmen die Anwendungsfälle und der Nutzen noch zu – es muss gehandelt werden.
Es darf weiterhin ganzheitlich gedacht werden, vor allem bei Informationen und Prozessen. Gutes Dokumentenmanagement gehört dazu!
 

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