Business Application Research Center

Experten für Business Intelligence, Analytics, Big Data, CRM und ECM

BARC-Newsletter

Live vom BARC BI Congress - Finalisten des Best Practice Award 2014

RssRss

19.11.2014

Live vom BARC BI Congress - Finalisten des Best Practice Award 2014

Auf dem BARC BI Congress stellten Unternehmen ihr Business Intelligence Projekt für den Best Practice Award für Business Intelligence und Analytics vor. Den Best Practice Award verleiht BARC auf seinem jährlichen BI Congress in zwei Kategorien: für Business Intelligence und Analytics im Mittelstand und im Konzern.

Am Vormittag stellten die drei nomminierten Unternehmen Tobaccoland Automatengesellschaft, Sennheiser electronic und Roeser Medical ihre Business Intelligence Projekte vor.

 

Tobaccoland löst das Chaos im Berichtswesen durch eine einfache Neustrukturierung

Jörg Dieckmann berichtete, dass Tobaccoland in der Vergangenheit eine enorme Anzahl an Berichten verzeichnete. Die Berichtsflut war kaum zu überblicken und der Großteil der Berichte war gar nicht genutzt (Schätzung bei über 80 Prozent). Bei der Analyse ergaben sich zahlreiche weitere Probleme. Die Ablage der Berichte war chaotisch, nicht strukturiert und jede Abteilung hatte ein eigenes Ablagesystem. Dazu waren die Layouts der Bericht und die Datenqualität vollständig unterschiedlich. Letztlich waren auch die Nutzer oftmals überfordert die Berichte zu verstehen oder kannten die Berichte nicht einmal.

Die Lösung für Tobaccoland war eine vollständige Neustrukturierung der BI-Landschaft mit Oracle Business Intelligence Enterprise Edition (OBIEE) sowie Cubus EV. Vor allem für statische Berichte war die die Alert-Funktion hilfreich. Manager bekamen darüber hinaus über eine iOS-App die Berichte auf ein iPad.

Der Nutzen laut Herr Dieckmann ist vor allem die neu-gewonnene Datensicherheit sowie die verbesserte Datenanalysen bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl. So ein Projekt lebt und stirbt mit den Personen, die beteiligt sind. Die Geschäftsführung war vollkommen dahinter, die internen Mitarbeiter arbeiten Teilzeit im Projekt mit aber vor allem die externen BI-Berater haben das Projekt getragen.

Aus meiner Sicht ist das Projekt ein voller Erfolg. Aber mit Sicherheit war die hohe Belastung in den letzten Monaten für alle Beteiligten sehr anstrengend. Dennoch zeigt sich, dass sich der Aufwand lohnt, um die Kosten dauerhaft zu reduzieren und einen echten Mehrwert für die Mitarbeiter zu liefern. Vor allem überzeugte die Darstellung, dass die Mitarbeiter täglich das System nutzen können ohne dabei überfordert zu werden.

 

Sennheiser macht den perfekten Spagat zwischen agile BI und Enterprise BI

Frank Weissberg berichtet über das BI-Projekt bei Sennheiser electronic. Sennheiser begann sehr früh mit einer BI-Strategie. Heute hat das Unternehmen zwei Bereiche: agiles BI und Enterprise BI. Dabei wurde auch ein Business Intelligence Competence Center gegründet. Dieses wurde getrennt in eine Mannschaft für Standardberichtswesen (Enterprise BI) und dynamische Analysen (agiles BI).

Technisch hat Sennheiser mehrere Datenquellen wie beispielsweise ein CRM-System von SugarCRM und weitere. Mit Technologie von IBM wurde der ETL-Prozess gestaltet sowie das Data Warehouse implementiert. Als Frontend kommt MicroStrategy zum Einsatz.

Sein interessantes Fazit war, dass BI nur funktioniert, wenn die Wertschöpfung beim Nutzer im Fokus steht.

Beide Vorträge waren sehr spannend und zeigten, dass sich Unternehmen heute immer zwischen der agilen und statischen Business Intelligence-Welt bewegen (müssen).  Das wichtigste dabei die Organisation und nicht die Technologie!