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Der Softwaremarkt für integrierte Planungs- und BI-Werkzeuge – unterteilt nach Modellausrichtung/ Standardisierungsgrad

Der Softwaremarkt für integrierte Planungs- und BI-Werkzeuge – unterteilt nach Modellausrichtung/ Standardisierungsgrad

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07.04.2017

Der Softwaremarkt für integrierte Planungs- und BI-Werkzeuge – unterteilt nach Modellausrichtung/ Standardisierungsgrad

Wie lässt sich der Softwaremarkt für integrierte Planung und BI so strukturieren, dass ein Vergleich der einzelnen Anbieter und Lösungen einfacher wird? Auf was sollten Sie beim Softwarevergleich achten? Nachdem ich in Teil eins meiner dreiteiligen Blog-Reihe die Segmente regionale Präsenz und Planungsstrategie beleuchtet habe, möchte ich Ihnen nun die Marktunterteilung nach Modellausrichtung/ Standardisierungsgrad vorstellen.

Sortierung nach Anwendungen oder Branchen

Planungswerkzeuge können in ihrer Modellausrichtung auf bestimmte Anwendungen oder Branchen ausgerichtet sein. Eine für den deutschsprachigen Raum typische Ausprägung ist ein großes Angebot an integrierten Finanzplanungswerkzeugen, die Erfolgs-, Finanz- und Bilanzplanung vordefiniert in einem integrierten Modell im Werkzeug umgesetzt haben (bspw. Tagetik, LucaNet). Weitere häufiger anzutreffende vordefinierte Anwendungen umfassen die Personal- oder Vertriebsplanung. Alternativ bieten Planungswerkzeuge oftmals auch vordefinierte Modelle für bestimmte Branchen an (bspw. Energieversorgung, Logistik, Handel).

Werkzeuge zum Aufbau von Planungsanwendungen werden von flexiblen Entwicklungsplattformen zum Aufbau individueller Anwendungen bis hin zu hochstandardisierten Anwendungen, z. B. für die integrierte Finanzplanung angeboten. Einen geringen Standardisierungsgrad und damit i. d. R. eine recht hohe Flexibilität im Aufbau unterschiedlicher Planungsanwendungen haben eher entwicklungsorientierte Werkzeuge oder BI-Werkzeuge mit Schwerpunkt in Berichtswesen und Analyse, die zusätzlich auch die Eingabe von Plan-Zahlen ermöglichen (bspw. Bissantz, BOARD, Cubeware, IBM, Jedox, Thinking Networks). Einen hohen Standardisierungsgrad bieten Werkzeuge, die bereits vordefinierte Logiken, Datenmodelle und Anwendungen mitbringen.

Gerade im Bereich der Finanzplanung kann ein Unternehmen so bspw. von der vorhandenen Abbildung einer Standard-GuV, -Bilanz und eines -Liquiditätsplanes mit entsprechenden Verknüpfungen profitieren (bspw. LucaNet, Tagetik), um so eine geringere Einführungszeit und geringeren Implementierungsaufwand zu erzielen. Zwischen flexiblen Entwicklungsplattformen und hochstandardisierten Anwendungen positionieren sich Lösungen, die eine flexible Umsetzung verschiedener Planungsthemen, oftmals auf Basis vordefinierter Modelle ermöglichen, die entweder vom Softwareanbieter selbst oder von Partnern erstellt wurden und die an einsatzspezifische Gegebenheiten angepasst werden können (bspw. bei CoPlanner, Corporate Planning, cubus, evidanza, Longview, prevero).

Teil drei der Blog-Reihe wird die Segmentierung nach Funktionalität für BI und Performance Management, ERP-Anbindung und Anzahl der Planer zum Thema haben.

Sie möchten sich direkt zum Thema austauschen? Dann lade ich Sie herzlich zu unserer BARC-Tagung Integrierte Planung und BI – Software im direkten Vergleich ein, die am 16. und 17. Mai in Würzburg stattfinden wird. Alle Informationen rund um die Veranstaltung finden Sie hier.